Margret Madelung und Helmut Balk
Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde
Am Krautgarten 25, 86926 Greifenberg
08192 8747
Werkstattkonzerte@greifenberger-institut.de

Wer bist Du?

Dr. Margret Madelung leitet zusammen mit ihrem Mann Helmut Balk das Institut. Als Musikwissenschaftlerin begeistert sie die Verbindung von Handwerk, Musik und Kulturgeschichte. Sie beschäftigt sie sich überwiegend mit der Erforschung der historischen Instrumentenbau-Technik im handwerklichen Nachvollzug und deren Dokumentation für die nachfolgenden Generationen an Instrumentenbauern und Musikern. Helmut Balk ist Leiter und Initiator der Konzepte des Greifenberger Instituts. Das Institut als gemeinsamen Prozess zu betreiben und handwerkliche Techniken immer besser verstehen zu lernen sind seine Grundmotivationen.

Was motiviert Dich?

Wir wissen, mit dem Diktum Gustav Mahlers, dass das Schönste der Musik «nicht in den Noten» steht. Das Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde wird von dem Gedanken getragen, dass Musikinstrumente ein wesentlicher Teil der kulturellen Überlieferung sind, weil in diesen Werken der handwerklich-künstlerischen Ausdruckskraft – der Moment des Poetischen – auch über die Zeitläufe hinweg zugänglich wird. Das Institut steht allen Projekten offen, die der Erforschung dieser Struktur dienen und dazu beitragen, den ideengeschichtlichen Zusammenhang von Komposition und Instrument zu erforschen.

Was ist dein Angebot?

Wir sind eine private und gemeinnützige GmbH, die sich der Erforschung, der Dokumentation und dem Nachbau historischer Tasteninstrumente – derzeit mit dem Schwerpunkt Hammerflügel vor 1800 – verschrieben hat.

Die Werkstattkonzerte bringen im kleinen, eher privaten Rahmen die historische Aufführungspraxis und den geistesgeschichtlichen Kontext in Verbindung, was immer wieder beeindruckend gelingt.

Von ebenso großer Bedeutung ist aber das Publikum, das teilweise von den Anfängen weg, diese Konzertreihe treu begleitet. Im Laufe der Jahre kamen mehr als 1300 Adressen zusammen, die alle eingeladen werden. Würden auch alle kommen, hätten alle ein Problem – der Platz reicht nicht. Deshalb laden wir grundsätzlich erst kurz vor dem Konzert ein, seltsamerweise können dann immer genau so viele spontan kommen wie Plätze zur Verfügung stehen.

Im Laufe der Jahre hat sich hier ein Zuhörerkreis von einzigartiger Qualität gebildet. Für Musiker und Anwesende gleichermaßen beeindruckend und Inspiration, ist die gemeinsame Stille die entsteht, wenn oft mehr als 70 Zuhörende konzertierte Aufmerksamkeit zur Verfügung stellen.

Ein Dank für diese Inspirationsquelle geht also an das Publikum der Greifenberger Werkstattkonzerte.

Was ist deine Aktion?

Greifenberger Werkstattkonzert

Am 06. Dezember um 20 Uhr live aus der Werkstatt: „Von der bildenden Nachahmung des Schönen“

Die Pianistin und Cembalistin Varvara Manukyan spielt die Französischen Suiten (BWV 812-814) von Johann Sebastian Bach auf einem in unserer Werkstatt entstandenen Cembalo (Christian Vater, Hannover 1736). Helmut Balk wird aus dem „Irdischen Vergnügen in Gott“ von Barthold Heinrich Brockes, 1722 lesen.

 

Da wir durch Corona und seine Auswirkungen auf das kulturelle Leben gelernt haben, dass Kultur wertvoll aber auch gefährdet ist und die Künstler von ihrem Publikum nicht im Stich gelassen werden dürfen (Stichwort Solidarische Kulturwirtschaft!), möchten wir das Konzept des Eintritts auf Spendenbasis, welches wir über viele Jahre verfolgt haben, aufgeben. Daher wird das Ticket und der damit erworbene Link zum Live-Stream 16,- € kosten, die in vollem Umfang an die Künstlerin und an streemy.de fließen.

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